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Vaporisatoren in der Medizinal-Cannabis-Therapie: Dampf statt Rauch

Obwohl die Nachfrage nach alternativen Darreichungsformen, wie z.B. öligen Extrakten, kontinuierlich steigt, wird in der Therapie mit Medizinal-Cannabis in den meisten Fällen die Inhalation genutzt. Hierbei sprechen nicht nur gesundheitliche Aspekte für die Verwendung von Vaporisatoren.

Auch die Bioverfügbarkeit der Cannabinoide ist bei der Verdampfungsmethode mit Vaporisatoren gegenüber dem Rauchen deutlich erhöht. Zudem ist die Dosis, einheitliche Abfüllmengen und Temperaturen vorausgesetzt, im Vergleich zu anderen Applikationsformen (z. B. Teezubereitungen) reproduzierbarer.

Warum Vaporisatoren die bessere Applikationsform sind

Beim Verbrennen der Pflanzenteile entstehen bekanntlich nicht nur giftige und krebserregende Substanzen, es gehen zudem auch viel mehr Cannabinoide im Nebenstromrauch verloren und stehen der Therapie nicht mehr zur Verfügung. Somit ist das Verdampfen nicht nur die gesündere, sondern auch die effizientere Form, die physiologisch aktiven Bestandteile von Cannabis zu extrahieren.

Auch im Vergleich mit der oralen Anwendung, bei der ein Großteil der aufgenommenen Cannabinoide früh in der Leber metabolisiert wird („First-Pass-Effekt“), ist die systemische Bioverfügbarkeit mit 10 bis 35 % deutlich erhöht.

In Vaporisatoren erfolgt die Erhitzung der Pflanzenteile auf eine bestimmte Temperatur, ohne zu verbrennen (s. Tab. 1). Dabei werden die inaktiven Carbonsäure-Formen der Cannabinoide in ihre aktive Form umgewandelt und verdampft.

Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC)157 °C
Cannabidiol (CBD)160-180° C
Cannabinol (CBN)185 ° C

THC und CBD liegen nun als Aerosol vor und können über die Alveolen (Lungenbläschen) zügig in den Blutkreislauf gelangen, wodurch die Wirkung bereits nach wenigen Minuten eintritt. Dies ist bei akuten Verlaufsformen (z. B. bei Schmerz, Multiple Sklerose) von großer Bedeutung. Der Effekt hält bis zu vier Stunden an.

Der inhalativen Therapie sind jedoch Grenzen gesetzt: Menschen, die an Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma, COPD) leiden und Patienten, bei der die schnelle Anflutung der Wirkstoffe mit starken Nebenwirkungen verbunden ist, wird diese Applikationsform nicht empfohlen.

Vaporisatoren: Medizinische Hilfsmittel für zu Hause und unterwegs

Für die inhalative Therapie mit Cannabinoiden sind derzeit in Deutschland nur zwei Vaporisatoren medizinisch zugelassen und als Hilfsmittel anerkannt:

  • Volcano Medic für den stationären, häuslichen Gebrauch
  • der mobile, handliche und akkubetriebene Mighty Medic
  • beide Geräte werden von der Firma Storz & Bickel produziert

Erhält ein Patient die Kosten für die Medizinal-Cannabis-Therapie von der Krankenkasse erstattet, übernimmt die Krankenkasse in den meisten Fällen auch die Kosten für mindestens einen dieser beiden Vaporisatoren. Nach der Verordnung durch den Arzt muss die Krankenkasse dieses Hilfsmittel jedoch erst genehmigen. Den notwendigen Kostenvoranschlag reicht in der Regel die Apotheke direkt bei der Krankenkasse ein. Die Bearbeitung kann dabei ein bis zwei Wochen in Anspruch nehmen.

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